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Der NAMUR-Award 2008 ging an Frau Anna Völker für die beste Diplom/Masterarbeit und Herrn Dr. Daniel Großmann für die beste Promotionsarbeit (German only)

from 2008-11-12

Die NAMUR vergibt seit 2005 einen Preis für die beste wissenschaftliche Examensarbeit (Diplom/Master und Promotion) auf dem Gebiet "intelligente Prozessführung".

Der Preis für die beste Diplom-/Masterarbeit wurde dieses Jahr verliehen an Frau Anna Völker für die Arbeit "Optimisation-based Safety Analysis of an Industrial-scale Evaporation System".

Die Arbeit wurde an der Technischen Universität Dortmund angefertigt und von Herrn Prof. Sebastian Engell betreut.

Frau Völker hat eine sehr anspruchsvolle Problemstellung im Rahmen ihrer Masterarbeit außergewöhnlich systematisch und detailliert bearbeitet, und dabei theoretische Tiefe und praktische Anwendung vorbildlich miteinander verbunden. In ihrer Arbeit hat sie optimierungsbasierte Verfahren entwickelt, mit denen auch für komplexe verfahrenstechnische Prozesse Steuerungsalgorithmen validiert und einer entsprechenden Sicherheitsanalyse unterzogen werden können.

Diese Verfahren hat sie dann erfolgreich auf ein komplexes industrielles Fallbeispiel angewendet, bei dem die bislang aus der Literatur bekannten Methoden zur Verifikation von Steuerungen nicht erfolgreich eingesetzt werden konnten.

Die Ergebnisse der Arbeit von Frau Völker haben durch einen Beitrag auf der IFAC-Tagung DYCOPS 2007 und eine Publikation im hoch angesehenen Journal of Process Control bereits internationale Anerkennung erfahren.

Der Preis für die beste Promotionsarbeit wurde dieses Jahr verliehen an Herrn Dr. Daniel Großmann für die Arbeit "Offene Integrationsplattform für das Feldgeräte-Management".

Die Arbeit wurde an der Technischen Universität München angefertigt und von Herrn Prof. Klaus Bender betreut.

Intelligente Feldgeräte verfügen heute neben denjenigen Daten, die im Zusammenhang mit der eigentlichen Automatisierungsaufgabe stehen, über eine Vielzahl weiterer Daten und Funktionen. Damit sich diese Daten und Funktionen effizient nutzen lassen, ist eine vertikale Integration der Feldgeräte erforderlich, welche heute noch nicht existiert.

Mit der von Herrn Großmann vorgeschlagenen Definition, die er offene Integrationsplattform nennt, ist ein zentraler Sammelpunkt geschaffen, der die Daten und Funktionen von Feldgeräten zusammenführt und in einheitlicher Weise offen zur Verfügung stellt.

Die von ihm durchgeführte Evaluierung in einer prototypischen Umsetzung in unterschiedlichen Szenarien zeigt, dass die von ihm entwickelte Lösung die gestellten Anforderungen erfüllt, d. h. unterschiedliche Applikationen, Daten und Funktionen intelligenter Feldgeräte können auf einfache Weise genutzt werden. Spezifische Kopplungen zwischen Applikationen und Feldgeräten können damit entfallen.


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