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NAMUR Hauptsitzung 2010: Rekordzahlen bei Besuchern und Beiträgen

vom 2010-11-21

Wer sich mit Automatisierung in der Prozessindustrie beschäftigt, fiebert jedes Jahr einem Termin Anfang November entgegen: der Hauptsitzung der NAMUR. In diesem Jahr fand sie am 11. und 12. November in Bad Neuenahr statt und setzte Maßstäbe mit der Rekordzahl von mehr als 550 Besuchern und mit 27 Workshopbeiträgen, in denen die NAMUR-Arbeitskreise ihre Arbeitsergebnisse des vergangenen Jahres vorstellten. Sicher hat die relativ zügige Erholung der Wirtschaft eine Rolle dabei gespielt. Diese erfreuliche Entwicklung zeigt aber vor allem die weiter steigende Bedeutung, die die NAMUR als Verband für Anwender und Hersteller gleichermaßen hat.

Die Hauptsitzung wurde eröffnet durch den Vorsitzenden des NAMUR-Vorstands, Herrn Dr. Norbert Kuschnerus (Bayer Technology Services). Er wies in seiner Rede auf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit anderen Verbänden hin, die die NAMUR kontinuierlich ausbaut. In diesem Zusammenhang wird auch die internationale Ausrichtung der NAMUR ebenfalls konsequent weiter verfolgt. Im letzten Jahr fand in Shanghai die erste Konferenz der NAMUR unter dem Motto "NAMUR comes to China" statt. Als Ergebnis dieser Konferenz wurden in China sieben Arbeitskreise gegründet, in denen Themen behandelt werden, die in diesem für die NAMUR-Mitgliedsfirmen so wichtigen Wirtschaftsraum relevant sind. Am 18. und 19. November wird die nächste Konferenz in China stattfinden, für die sich bereits knapp 120 Teilnehmer angemeldet haben. Als Sponsor wird die Firma Pepperl+Fuchs auftreten.

Im Anschluss an seine Rede zeichnete Kuschnerus zwei Kollegen mit der goldenen Ehrennadel aus, die sich beim Aufbau der NAMUR-Aktivitäten in China auÜerordentlich erfolgreich engagiert haben: Dr. Heinrich Mannsperger (BASF) und Carlos Hedler (Bayer Technology Services). Sie gehörten auch beide zu den Initiatoren der NAMUR-Konferenzen in Shanghai und haben sie sowohl inhaltlich wie auch organisatorisch geprägt.

Der Vorsitzende der VDI-GVC, Achim Noack (Bayer CropScience), richtete ein Grußwort an die Teilnehmer der NAMUR-Hauptsitzung. Er skizzierte die unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen, denen sich ein Betriebsingenieur heute in der Prozessindustrie stellen muss. Er machte deutlich, wie wichtig die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch ist und lobte die NAMUR für ihre Vorbildfunktion.

Die Hauptsitzung 2010 stand unter dem Motto "Funktionale Sicherheit". Die Sicherheit der Anlagen und Prozesse steht in den Mitgliedsfirmen der NAMUR an oberster Stelle. Schon deswegen war dies ein Motto mit ganz besonderer Bedeutung. Mit HIMA konnte für diese Hauptsitzung ein Sponsor gefunden werden, der als mittelständisches Unternehmen international als Lieferant von Sicherheitssteuerungen hoch angesehen ist und das diesen Markt immer wieder durch innovative Entwicklungen geprägt hat. Der geschäftsführende Gesellschafter von HIMA, Steffen Philipp, gewährte dem Publikum in seinem Vortrag einen beeindruckenden Einblick in die bewegte Geschichte eines Familienunternehmen, das sich seit über 100 Jahren erfolgreich in ganz unterschiedlichen Marktsegmenten bewegt und sich dabei immer wieder sehr flexibel an neue Situationen anpassen musste. Der Vertriebsleiter für die Prozessindustrie, Herr Thomas Hinzmann, gab dann in seinem Teil des Vortrags einen Überblick über das Thema "Funktionale Sicherheit" aus Sicht des Sponsors.

Drei Vorträge aus der NAMUR vervollständigten die Plenarsitzung am Donnerstagvormittag. Herr Dr. Pirmin Netter (Infraserv Hoechst) verabschiedete sich nach einem hochinteressanten und lebhaften Vortrag über die Geschichte der Funktionalen Sicherheit als Obmann des NAMUR-Arbeitskreises "Anlagensicherheit" von seinen Kollegen, da er demnächst seinen Ruhestand antreten wird. Netter hat das Thema zwei Jahrzehnte in der NAMUR vertreten und es innerhalb und außerhalb der NAMUR mit geprägt.

Der Freitagvormittag war dem Themenkreis "Asset Management" gewidmet. In den Vorträgen wurden verschiedene Aspekte dieses Gebiets beleuchtet und neue Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt. In seinem Abschlussvortrag zeigte Dr. Jens Bausa (BASF) auf, welche Möglichkeiten zur Optimierung der Produktion die Automatisierungstechnik bieten kann und zeigte dabei auch Möglichkeiten für weitere Entwicklungen auf.

Dieser letzte Vortrag einer Hauptsitzung leitet traditionsgemäß über zum Motto der nächsten Hauptsitzung, die am 10. und 11. November 2011 wieder im Dorint Parkhotel, Bad Neuenahr stattfinden wird.
Das Motto wurde von Dr. Kuschnerus in seinen Abschlussworten bekannt gegeben:

Prozessleittechnik – Wege in die Zukunft

Als Sponsor konnte für dieses Thema einer der großen Hersteller gewonnen werden: die Firma ABB. Mit der breit angelegten Kompetenz auf verschiedenen Gebieten der Automatisierungstechnik ist ABB sicher ein Partner, mit dem ein Blick in Zukunft und über den Tellerrand gelingen kann.

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