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Field Device Integration

vom 2009-12-03

In der Prozessindustrie gibt es für die Geräteintegration seit über einem Jahrzehnt die beiden konkurrierenden Konzepte EDDL und FDT/DTM. Um die Anwenderanforderungen für die Geräteintegration klar zu definieren, wurde schon 2004 die NAMUR-Empfehlung NE105 "Anforderungen an die Integration von Feldbusgeräten in Engineering-Tools für Feldgeräte" veröffentlicht. Bis heute erfüllt keines der beiden Konzepte die wichtigsten Anforderungen der Anwender. Nach aktuellem Stand sind bei beiden Konzepten langfristig Nachteile für Anwender wie auch Hersteller zu erwarten.

Eine sinnvolle Möglichkeit, um notwendige Verbesserungen und Weiterentwicklungen erzielen zu können, ist die Harmonisierung und grundlegende Überarbeitung der beiden Konzepte. Eine einheitliche Lösung für die Geräteintegration würde zudem die Komplexität für Anwender und Hersteller verringern und die vorhandenen Entwicklungspotenziale bündeln.

Aus diesem Grund unterstützen NAMUR und WIB die Entwicklung und den späteren Einsatz der FDI-Geräteintegrationstechnologie (Field Device Integration) als Chance einer solchen einheitlichen Lösung zur Geräteintegration. Der NAMUR-AK 2.6 "Feldbus" wird, in direkter Zusammenarbeit mit der WIB, auch die weitere Entwicklung begleiten und unterstützen.

Forderungen wie ein gemeinsames Binärformat für das Hart-, FF- und Profibus-Protokoll, inklusive eines einheitlichen Interpreters, schaffen die Möglichkeit, die Anwendbarkeit und Benutzerfreundlichkeit einer Technologie nachträglich auch den Anwender-Anforderungen anzupassen. Die Erweiterung des EDDL Cooperation Teams zur FDI Cooperation wird von den Anwendern als erster positiver Schritt zu einer handlungsfähigen FDI-Organisation gewertet. Mit FDI muss erreicht werden, dass die Geräteintegration nicht mehr als Möglichkeit angesehen wird, um Alleinstellungsmerkmale zu realisieren, sondern um die Geräteintegration zu vereinfachen und damit eine zuverlässige und langzeitstabile Kommunikation in den Produktionsanlagen sicherzustellen. Es müssen dazu investitionssichere Standards spezifiziert und durch geeignete herstellerneutrale Zertifizierungsmaßnahmen von Beginn an sichergestellt werden.

Da all diese MaÜnahmen Anwendern, wie auch Herstellern, von erheblichem Nutzen sein werden, fordern die NAMUR und die WIB alle Beteiligten auf, die laufenden FDI-Arbeiten aktiv zu unterstützen. Nur durch diese Unterstützung kann letztendlich eine einheitliche Geräteintegration Wirklichkeit werden.

Für nähere Informationen:

NAMUR-Geschäftsstelle

c/o Bayer Technology Services GmbH
Gebäude K 9
D-51368 Leverkusen
Telefon: +49 - 214 - 30 – 71034
Telefax: +49 - 214 - 30 – 72774
Internet: www.NAMUR.de
E-Mail: office[at]NAMUR.de

WIB-Geschäftsstelle
Prinsessegracht 26
2514 AP The Hague (The Netherlands)
Telefon: +31 - 70 - 3560092
Telefax: +31 - 70 - 3560074
Internet: www.WIB.nl
E-Mail: Manager[at]WIB.nl


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