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FDI-User-Requirements 2011, in addition to NE 105

vom 2011-10-19

Einleitung
Mit Hilfe der Geräteintegration können Funktionen und Informationen von Geräten übergeordnet zugänglich gemacht werden, z. B. an einer zentralen Stelle wie Prozessleit- oder Wartungssystemen. Grundsätzlich ist die Geräteintegration herstellerneutral und unabhängig von der verwendeten Übertragungsart. Dieses Papier fasst die wichtigsten Anforderungen an eine einheitliche und langzeitstabile Schnittstelle zusammen, die erfüllt sein müssen, damit FDI (Field Device Integration) als neuer Standard zur Geräteintegration akzeptiert werden kann.

Ziel und Inhalt
Die Umsetzung und Einhaltung der Basis-Anforderungen sind als Grundlage für die Akzeptanz und den erfolgreichen Einsatz von FDI-Device Packages anzusehen, darunter der zwingende Einsatz der FDI-Standardschnittstelle "Common Host components", für den herstellerneutralen Einsatz der Device Packages über Server-Client Applikationen sowie über FDT (2.0) Applikationen. Es ist das Ziel, dass für zukünftige Geräte keine neuen EDDL oder DTM (2.0) zum Einsatz kommen. Es sollen ausschließlich FDI-Device Packages vertrieben und eingesetzt werden.

Basic-User-Requirements 2011

  • Innerhalb FDI (z.B. innerhalb der Device Packages) muss die harmonisierte EDDL verwendet werden.
  • In allen FDI-Systemen (Server, FDT (2.0), ...) müssen die FDI-Standardkomponenten "Common Host Components" (EDD Engine, UID Renderer, UIP Hosting Component, Binary Readers ...), als Standardschnittstelle für Device Packages vollständig und durchgängig eingesetzt werden. Diese Standardkomponenten müssen als Toolkit zentral (FDI?) gepflegt werden.
  • Die EDD-Blöcke "Device Definition", "Business Logic" und "User Interface Description" müssen in allen Device Packages vorhanden sein, um damit die Geräte in Betrieb nehmen zu können.
  • Es muss eine flexible Integration und Aktivierung von Device Packages geben. Eine aktive Geräteintegration wahlweise mit UID (User Interface Description) und UIP (User Interface Plugin) oder alternativ nur mit UID.
  • Migrationslösungen müssen den Weiterbetrieb der installierten Geräte innerhalb neuer FDI-Systeme sicherstellen.
  • Für ein Gerät darf es nur ein Device Package geben. Die Auswahl mehrerer Device Packages für ein Gerät, z. B. durch unterschiedliche Funktionalitäten innerhalb der Device Packages, ist nicht zulässig.

User-Requirements 2011

  • FDI-Server, Kommunikationsserver und Clients müssen eine herstellerneutrale zertifizierte Standardschnittstelle (z.B. OPC) besitzen.
  • Es muss eine unabhängige Zertifizierung aller Produkte (einschließlich Frames/Host-interfaces/Servers, Style-guide, Device Packages ...) geben. Alle neuen Produktversionen müssen ebenfalls zertifiziert werden. Nur zertifizierte Produkte dürfen freigegeben werden.
  • Alle Downloads und Installationen der Software zur Geräteintegration müssen ohne Neustart des DCS möglich sein.
  • Es muss einen einheitlichen Download und Installationsvorgang innerhalb eines Systems geben (z.B. für Device Packages).
  • Es müssen einheitliche Versions - und Updateszenarios festgelegt werden. Es muss von einer zentralen Stelle aus ersichtlich sein, welche Komponenten (z. B. Device Packages) mit welcher Version und an welcher Stelle in einem System vorhanden sind. Die Installation eines einzelnen Device Packages (nicht nur Bibliotheken) muss möglich sein.
  • Device Packages müssen die volle Funktionalität eines Gerätes enthalten, einschließlich der zyklischen und azyklischen Kommunikation (z. B. GSD-Dateien).
  • Die Kennzeichnung der Device Packages und der Geräte ist gemß NE53 auszuführen.
  • Auf einer FDI-Homepage müssen alle zertifizierten, downloadbaren Produkte (z. B. Device Packages) zentral zur Verfügung stehen.
  • Es müssen Standardprofil-Device Packages und Profil-Kommunikations-Packages (z. B. für die Nested Communication) verfügbar sein.
  • Es darf keine kostenpflichtige und die Nutzung einschränkende Lizensierung von Device Packages geben.
  • Um eine Investitionssicherheit zu gewährleisten, wird ein Lebenszyklus-Konzept benötigt.

Für nähere Informationen:

NAMUR (Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie)
NAMUR Office
c/o Bayer Technology Services GmbH Building K 9
D-51368 Leverkusen
Telephone: +49 - 214 - 30 – 71034
Fax: +49 - 214 - 30 – 72774
Internet: www.NAMUR.de
E-mail: office@NAMUR.de

WIB (International Instrument Users' Association)
WIB Office
Prinsessegracht 26
2514 AP The Hague (The Netherlands)
Telephone: +31 - 70 - 3560092
Fax: +31 - 70 - 3560074
Internet: www.WIB.nl
E-mail: Manager@WIB.nl

Unter Mitwirkung des AK –Feldbus– der IGR (Interessengemeinschaft Regelwerk Technik e.V.)


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