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Die neue Technologie-Roadmap "Prozess-Sensoren 4.0"

Sensoren sind die Sinnesorgane der Prozessautomation. Eine gute Prozessführung unter Einsatz zuverlässiger Prozessautomation sichert den globalen Wettbewerbsvorteil. Mit den Technologie‐Roadmaps „Prozess‐Sensoren 2005-2015“ (2006) und „Prozess‐Sensoren 2015+“ (2009) wurden Grundlagen für alle Unternehmen der Prozessindustrie geschaffen, um zielgerichtet auf Kundenbedürfnisse der Prozessindustrie zugeschnittene Produktentwicklungen, technologische Weiterentwicklungen und Forschungsprojekte zum Erfolg zu bringen.

Die Prozessmesstechnik und -analytik ist als „Enabling-Technology“ darum gleich in doppelter Hinsicht ein Schlüssel zur langfristigen und nachhaltigen Bewahrung von Standortvorteilen: Einerseits ermöglicht sie der produzierenden Industrie die sichere, verfügbare und effiziente Herstellung international wettbewerbsfähiger Produkte. Andererseits bietet sie aber auch einer immer stärker differenzierende Messtechnikbranche die Möglichkeit, produktionstechnisches Know-how in Form von Mess- und Regeltechnik weltweit zu exportieren.

Derzeit finden gravierende Veränderungen im Umfeld der Informations- und Kommunikationstechnik statt, die eine große Chance für die optimierte Prozessführung und Wertschöpfung mit darauf abgestimmten vernetzt kommunizierenden Sensoren bieten. Diese Art „smarte“ Sensoren stellen Dienste innerhalb eines Netzwerks bereit und nutzen Informationen daraus. Dieses ist die Voraussetzung für die Realisierung von Cyber Physical Systems (CPS) innerhalb zukünftiger Automatisierungskonzepte für die Prozessindustrie, wie sie auch durch das Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ adressiert werden.

Initiiert von NAMUR und VDI/GMA und unter Mitwirkung der Unternehmen ABB, BASF, Bayer Technology Services, Bilfinger Maintenance, Endress+Hauser, Evonik, Festo, Krohne, Lanxess, Siemens, des Fraunhofer ICT, der HS Reutlingen und der BAM (Projektleitung) entstand jetzt die grundlegend aktualisierte und überarbeitete Technologie-Roadmap „Prozess-Sensoren 4.0“, die am 05. November 2015 auf der NAMUR-Hauptsitzung in Bad Neuenahr sowie an dieser Stelle veröffentlicht wird.

Die dort vorgestellte Technologie-Roadmap „Prozess-Sensoren 4.0“ zeigt  die nötigen Anforderungen an smarte Prozess-Sensoren auf – vom einfachen Temperatursensor bis über heute in Entwicklung befindlichen Mess-Systeme hinaus. Wichtige smarte Eigenschaften sind

  • Konnektivität und Kommunikationsfähigkeit nach einem einheitlichen Protokoll
  • Instandhaltungs- und Betriebsfunktionen
  • Traceability und Compliance
  • Virtuelle Beschreibung zur Unterstützung eines durchgehenden Engineering
  • Interaktionsfähigkeit

Die smarten Funktionen der Sensoren vereinfachen Ihren Einsatz und ermöglichen Plug and Play, obwohl sie komplexer werden. Dieses ist besonders wichtig für, Selbstdiagnose, Selbstkalibrierung und Selbstkonfiguration/Parametrierung.

Der Aufbruch von der aktuellen Automation zum smarten Sensor hat bereits begonnen. Die weitere Entwicklung wird sich von der Ist‐Situation über mehrere Schritte vollziehen. Mögliche Perspektiven werden über zusätzliche Kommunikationskanäle zu mobilen Endgeräten, bidirektionale Kommunikation, Einbindung der Cloud sowie Virtualisierung erfolgen.

Smarte Prozess-Sensoren ermöglichen neue Geschäftsmodelle für Anwender, Gerätehersteller, Dienstleister.

Team-Foto
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